Berufsmesse: Orientierung für den Weg nach der Schule

Die Schüler:innen der 12. Klasse nähern sich mit grossen Schritten ihren Abschlussprüfungen und stehen vor der Berufswahl. In Kambodscha gibt es immer mehr Ausbildungen, doch den Jugendlichen fällt es schwer, sich in dieser Vielfalt zu orientieren. Deshalb ist unsere jährliche Berufsmesse zu einem festen Bestandteil unseres Angebots geworden. Ältere Kolleginnen und Kollegen sind dabei wichtige Vorbilder für die Jugendlichen.

Studierende, Lernende und Absolvent:innen kommen zusammen und geben Einblicke aus der Praxis, in einer immer breiteren Palette an Fachgebieten: Medizin und Naturwissenschaften, MINT-Fächer (neu: Cybersicherheit), Archäologie und Architektur, Landwirtschaft, Agronomie und Landmanagement, Sprachen, Jura, Wirtschaft und Finanzen sowie Veterinärmedizin.

Spürbar ist, wie der Funke der Begeisterung von den Älteren auf die Jüngeren überspringt. Eine Schülerin bringt es so auf den Punkt:

«Es hat mir grosse Freude bereitet, mit den älteren Kommiliton:innen der Universität ins Gespräch zu kommen und ihnen zuzuhören, wie sie von ihren eigenen Erfahrungen, dem Leben an der Uni und den Berufsmöglichkeiten erzählten, insbesondere, um mir ein klareres Bild von dem Studiengang zu machen, für den ich mich interessiere. Alle waren sehr offen und bereit, alle Fragen zu beantworten, die uns dabei helfen, den richtigen Studiengang zu wählen, der unseren Fähigkeiten, Talenten und Kompetenzen entspricht.»

Warum Ausbildung den Unterschied macht

Kambodscha verfügt kaum über ein duales Bildungssystem und Unterstützung für eine weiterführende Ausbildung ist rar. Nach Abschluss der 12. Klasse kann sich meist nur die Elite den Besuch einer berufsbildenden Fachschule oder einer Universität leisten. Kindern aus armen, ländlichen Bevölkerungsschichten, die 80 Prozent der Bevölkerung ausmachen, bleibt dieser Weg in der Regel verschlossen. Dabei sind unter ihnen viele talentierte junge Menschen, die ihr Land mitgestalten könnten.

Ob Studium oder Berufsbildung, beide Wege führen zu einer Qualifikation und damit zu einer Erwerbstätigkeit. Eine Messe wie diese öffnet erste Türen und zeigt, welche Studiengänge und Berufswege offen stehen.

Hier setzt unser Stipendien Programm an 

Eine weiterführende Ausbildung ist die letzte Meile auf der Reise von jungen Menschen, die in Grashäusern ohne fliessendes Wasser oder Strom aufgewachsen sind. Wir und unsere Partnerorganisation finanzieren gezielt jene Studien- und Berufsrichtungen, die mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer Erwerbstätigkeit führen.

Dank einer abgeschlossenen Ausbildung und den damit verbundenen Einkommensmöglichkeiten sorgen die jungen Erwachsenen selbst für sich und ihre Familien. Damit wird die Entwicklungshilfe in nur einer Generation erfolgreich abgeschlossen.

Weitere Informationen zu unserem Stipendien Programm findest Du hier.