Der heutige Tag war seit Wochen in Claudias Kalender markiert, denn es fand die Feier der Stipendienvergabe 2025 statt!
Unsere Programme zielen auf diesen Tag hin: Die Schulmahlzeiten ermöglichen den Jüngsten den Schulbesuch, die Fahrräder den Weg in die Oberstufe und der ergänzende Unterricht in den Learning Centern stärkt die Bildungsmotivation, damit sie bis zum Abschluss einer Ausbildung erhalten bleibt.
Wir feierten 60 junge Menschen, die kurz vor dem Beginn ihrer Berufsausbildung oder ihres Universitätsstudiums stehen. Viele ihrer Eltern waren anwesend. Beim Blick in die Runde wurde spürbar, wie sich Lebensrealitäten innerhalb einer Generation verschieben können. Viele dieser Jugendlichen begleiten wir seit vielen Jahren, teils seit der Primarschule. Sie haben die Chance, nach ihrem Abschluss eigenständig für sich und ihre Familien zu sorgen.
Neben den offiziellen Ansprachen teilte auch eine junge Frau ihre Geschichte, die ihr Anwaltsstudium erfolgreich abgeschlossen hat. Zwei Jugendliche mit den besten Abschlussnoten der 12. Klasse nutzten ebenfalls die Gelegenheit, ihre Gedanken mit den anderen zu teilen. Besonders berührend waren die Worte zweier Elternteile, die schilderten, was es für sie bedeutet, dass ihre Kinder nun eine Ausbildung beginnen können. Für viele von ihnen heisst das auch, dass ihre Kinder dafür ausziehen und zu Hause eine wichtige Arbeitskraft fehlt. Dennoch ermöglichen sie ihren Kindern einen Weg, den sie selbst nie gehen konnten.
Am gleichen Tag unterzeichnen die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern und der Ponheary Ly Foundation die Stipendienverträge. Darin sind die Rahmenbedingungen klar festgehalten. Dazu gehören unter anderem die regelmässige Meldung der Studienleistungen, die Teilnahme an den monatlichen Treffen, der verantwortungsvolle Umgang mit dem zur Verfügung gestellten Laptop sowie der Unterstützungsanteil der Eltern. Die Verträge schaffen Klarheit auf allen Seiten und unterstreichen, dass das Stipendium nicht einfach ein Geschenk ist, sondern auch Verbindlichkeit und Eigenverantwortung bedeutet.
Die feierliche Stimmung war deutlich spürbar. Der Stolz der Eltern zeigte sich in ihren Gesichtern und wie sie ihr Handy zückten, um Bilder von ihren Kindern zu machen. Einige von ihnen waren über 140 Kilometer angereist, um diesen Moment mitzuerleben. Abgerundet wurde die Feier mit einem gemeinsamen Mittagessen.
Am Nachmittag erhielten die Jugendlichen ihre Laptops. Die Bilder vom „Unboxing“ werde ich nie vergessen. So viel Freude, so viel Staunen, so viel Aufbruch. Einige der Jugendlichen filmten sich gegenseitig beim Auspacken, so ein besonderer Moment war das für sie. Ein Mädchen schaute mich an und flüsterte: „I could never have dreamed of that.“ („Das hätte ich mir nie träumen können.“).
Für einige der Jugendlichen begann bereits am nächsten Tag ein neuer Lebensabschnitt mit dem Umzug nach Phnom Penh. Es beeindruckt uns immer wieder, wie souverän sie diesen Schritt gehen. Der Wechsel vom Aufwachsen in einfachen Verhältnissen auf dem Land in eine Millionenstadt ist alles andere als leicht. Es war spürbar, mit wie viel Motivation, Vorfreude und Durchhaltewillen sie diesen neuen Abschnitt angehen.
Wir danken herzlich all unseren Spenderinnen und Spendern, die es diesen jungen Menschen ermöglichen, ihren Weg erfolgreich zu gehen.
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